Schülerreflexionen zu den Dortmunder Hochschultagen 2016

  
Am Mittwoch, dem 13.01.2016, habe ich mehrere Veranstaltungen bei den Dortmunder Hochschultagen besucht: Zunächst war ich für drei Vorträge für die verschiedenen Studiengänge „Marketing & Communications Management“, „Business Law“ und „Psychology & Management“ in der ISM (International School of Management) zu Gast. In den dreiviertelstündigen Vorträgen wurde zunächst unter Erklärung der einzelnen Studiengänge in die Thematik eingeleitet und daraufhin wurde einem der jeweilige Studiengang genauer erklärt, auch unter Berücksichtigung eines Studienablaufplans. Von den drei Vorträgen am besten fand ich den über den Doppelstudiengang „Business Law“, gehalten von Prof. Dr. Trams von der ISM.

„Business Law LL.B.“ als Bachelor-Studiengang ist ein Mix aus Wirtschaftsrecht und Betriebswirtschaftslehre (BWL); beide Gebiete nehmen jeweils 50% der Vorlesungen ein. Im Unterschied zu einem normalen Jura-Studium werden bei diesem Studiengang nicht alle drei Teile, also Zivilrecht, öffentliches Recht und Strafrecht, gelehrt, sondern vielmehr fokussiert sich dieser Studiengang nur auf notwendige Grundlagen des Rechts, die gebraucht werden um die für das Wirtschaftsleben relevanten Rechtsgebiete abzudecken. Schwerpunkte liegen hierbei im Zivil-, Handels-, Gesellschafts- und Unternehmensrecht. Im Verlaufe des Vortrags erzählte der Dozent, welcher Jura studiert hatte und neben seiner Dozenten-Tätigkeit noch Anwalt ist, über seine eigenen Eindrücke des Jura-Studiums und über die neuen Möglichkeiten, die sich heutzutage durch den kombinierten Studiengang ergeben. Dabei war es sehr interessant über die Vor- und Nachteile dieses Doppelstudienganges aufgeklärt zu werden. Denn mit LL.B. hat man zwar eine Doppelqualifikation, welche in Unternehmen unter dem Aspekt der Rechtsberatung gern gesehen wird, dennoch kann man bzw. darf mit diesem Studium keine anwält- oder richterlichen Tätigkeiten ausführen. Während des Vortrags erfuhr man zudem u.a. auch mehr über die ISM als Hochschule zum Beispiel über den Studienablaufplan, die verschiedenen Angebote und Kurse und weitere Möglichkeiten. Da ich mich sehr für Jura als Studium interessiere, bot für mich dieser Studiengang eine neu eröffnete Möglichkeit mit neuen zu überdenkenden Alternativen. So hat mich dieser Vortrag bei meiner Studienwahl ein Stück weiter gebracht.

Nach den Vorträgen an der ISM habe ich noch die Sonderveranstaltung „Nach der Schule ins Ausland“ besucht: Hier zeigten uns verschiedene Leute, auch unter Rückgriff auf ihre eigenen Erfahrungen, die verschiedenen Möglichkeiten auf, die es für uns junge Erwachsene nach Beendigung der Schule vor Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung gibt. So gab uns am Anfang eine Ansprechpartnerin der Agentur für Arbeit zunächst kurz einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten wie den Freiwilligendienst, also ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), einen Aufenthalt als Au pair in einem anderen Land, Work & Travel, Sommercamps oder Sprachkurse, Auslandssemester und mehr. Dabei sprach sie zum Beispiel auch über die Voraussetzungen die zu erfüllen sind und über Ablauf der Anmeldungen und der weiteren Planungen. Als nächstes wurde näheres über den Europäischen Freiwilligendienst von einem Ansprechpartner dafür von der Auslandsgesellschaft NRW erzählt. Interessant war für mich hierbei der Aspekt, dass man den Freiwilligendienst nicht nur in einem der vielen europäischen Mitgliedsstaaten ableisten kann, sondern auch, dass man in vielen verschiedenen Bereichen, wie z.B. Umweltschutz, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Altenheimen und mehr in Form von Projekten aktiv werden kann; so erhält man die Gelegenheit aus einem vielfältigen Programm wählen zu können. Zu dem ist diese Art des Auslandsaufenthaltes eine kostengünstige Variante zu anderen Möglichkeiten. Eine junge Frau aus der Ukraine leistet zurzeit gerade ihren Freiwilligendienst in Deutschland bei der Auslandsgesellschaft ab und erzählte von ihren eigenen Erfahrungen mit diesem Programm. Danach wurde noch der bildungspolitische Freiwilligendienst vorgestellt von einer ehemaligen Freiwilligen, die in Kambodscha in einem Waisenhaus mit integrierter Schule tätig war. Sie hat uns in ihrer Präsentation viele Bilder aus Kambodscha gezeigt und von ihren Erfahrungen dort erzählt. Zwischendurch konnte man immer fragen zu den einzelnen Programmen und den Formalien stellen und am Ende erhielt man durch ausgelegte Broschüren die Möglichkeit, sich nochmals vertieft mit den einzelnen Programmen nachbereitend auseinanderzusetzen.

Somit erhielt man bei dieser Veranstaltung einen idealen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, im Ausland Erfahrungen zu machen, seine Sprachkenntnisse zu erweitern oder neue zu machen und seine sozialen Kompetenzen wie auch seinen persönlichen Horizont zu erweitern.

Als Berufs- und Studienorientierung waren für mich also die Vorträge und Veranstaltungen an den Dortmunder Hochschultagen 2016 eine angenehme Möglichkeit, mehr über aufgezeigte Alternativen in Form von Studiengänge und auch Studienorten zu erfahren, und haben mich positiv bei meinen zukünftigen, zu treffenden Entscheidungen beeinflusst.

Pia Glaser (Q1)





Am 13. Januar 2016 habe ich zwei Veranstaltungen im Rahmen der Dortmunder Hochschultage an der Technischen Universität Dortmund und an der Fachhochschule Dortmund besucht, um einen kleinen Einblick in den Alltag an den Hochschulen zu bekommen und um mich über für mich potentiell in Frage kommende Studiengänge zu informieren.

Zunächst habe ich an einem Vortrag über „Studiengänge und Berufsaussichten“ der Fakultät „Elektro- und Informationstechnik“ der TU Dortmund teilgenommen, der im Seminarraumgebäude (Friedrich-Wöhler-Weg 6) auf dem Campus Nord stattfand und von der Studienkoordinatorin Dunja Wagner M.A. geleitet wurde. Frau Wagner informierte alle Anwesenden zunächst über die verschiedenen Anwendungs- und Forschungsbereiche der Elektro- und Informationstechnik, wie z.B. die 3D-Technik, Solartechnik, Microelektronik und Automatisierungstechnik.

Es wurden uns zwei verschiedene Studiengänge („Informations- und Kommunikationstechnik“ sowie „Elektro- und Informationstechnik“) vorgestellt, die man entweder mit einem Bachelor of Science (nach 6 Semestern) oder mit „Master of Science“ (nach weiteren 4 Semestern) abschließen kann. Der zuletzt genannte Abschluss ist gleichzusetzen mit dem Titel des Diplom-Ingenieurs. Als Ingenieur sollte man technikbegeistert sein, Interesse, Kreativität und Pragmatismus zeigen und die Arbeit mit Menschen mögen. Das Studium besteht aus Vorlesungen sowie aus Übungen und Praktika an der Universität. Nach ihrem Vortrag beantwortete Frau Wagner noch wichtige, von uns gestellte Fragen zu den möglichen Studiengängen. Neben dem Aspekt der Finanzierung des Studiums und der Lehrmittel war ein zentrales Thema das Schulfach Physik und dessen Bedeutung für die genannten Studiengänge.

Als zweite Veranstaltung besuchte ich eine „Auftaktveranstaltung“ der Fakultät „Informatik“ an der Fachhochschule Dortmund. Diese fand in einem Hörsaal der FH Dortmund (Emil-Figge-Straße 40a) statt und wurde von Frau Prof. Dr. Inga Marina Saatz moderiert. Sie begründete zunächst die Relevanz der Studienrichtung Informatik mit der steigenden Nachfrage nach Arbeitnehmern im IT-Bereich. Als wichtige Themenbereiche der Informatik, die man z.T. schon aus der Schule kennt, mit denen man sich dann aber im Verlauf des Studiums erst intensiv und detailliert befasst, nannte sie u.a. Programmierung, Datenstrukturen, Rechnerstrukturen, Datenbanken und Softwaretechnik. Wichtige Voraussetzungen für die Arbeit als Informatiker sind Interesse am Lehrstoff, selbstständiges Arbeiten, Disziplin, Teamfähigkeit, die Beherrschung der Mathematik und Softskills, wie z.B. Lern-, Arbeits- und Präsentationstechniken. Im Gegensatz zur Universität sind die Studiengänge an der Fachhochschule praxisorientierter.

Als Studiengänge stehen „Informatik“ (theoretisch und praktisch), „Medizinische Informatik“, „Wirtschaftsinformatik“ und ein duales Studium zur „Software- und Systemtechnik“ zur Auswahl. Nach einem erfolgreichen Abschluss einer dieser Studiengänge ist man berechtigt, den Titel „Bachelor of Science“ zu tragen.

Insgesamt gesehen habe ich durch die Dortmunder Hochschultage aus erster Hand einen grundlegenden Einblick in für mich potentiell in Frage kommende Studiengänge an der TU und FH bekommen. Ich hätte auch gerne noch andere „Auftaktveranstaltungen“ (z.B. der Fakultät Raumplanung) besucht, allerdings wurden diese oft nicht angeboten und wenn doch, so fanden sie erst am 14.01.2016 statt.

Aus den genannten Gründen sehe ich die von mir besuchten Veranstaltungen im Rahmen der Dortmunder Hochschultage zunächst nur als grundlegende Orientierung für meine persönliche Berufsund Studienwahl an. In Zukunft werde ich versuchen, den Besuch weiterer in den Vorträgen empfohlener Veranstaltungen und Angebote der Bildungseinrichtungen zur Orientierung und als Entscheidungshilfe zu nutzen.

Frederic Oumard (Q1)





Ich habe die Kurse ,,Communication and Marketing“,,,Finance and Management“ und ,,Psychology and Management“ an der ISM besucht. Dabei war ich mehr interessiert an den Studieninhalten und den Berufsaussichten nach dem Studium, als einem Studium an einer Privathochschule. Deshalb war der Vortrag zu ,,Finance and Management“ nicht so interessant, da der Professor zum größten Teil nur die Vorzüge eines Studiums an genau dieser Privathochschule hervorgehoben hat. Ich konnte meine Fragen zum Studiengang nicht beantworten. Die anderen Studiengänge lockten mich von Anfang an mehr. Beide kann man in der Nähe an öffentlichen Universitäten studieren. Dabei hätte man jedoch nicht zwangsläufig Unterrichtsinhalte auf Englisch, die Möglichkeit eines Auslandssemesters oder den starken Praxisbezug. Der Vortrag über Marketing wurde sehr beispielhaft aufgezogen. Die Aufgaben von Marketing sind Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen zu schaffen, Marktanalyse zu betreiben oder die unternehmensinterne Kommunikation oder die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zu organisieren. Dadurch bieten sich viele Felder an in denen man in einem Unternehmen arbeiten kann. Bei „Psychology and Management“ geht es darum die psychologischen Vorgänge hinter wirtschaftliche Vorgängen zu erkennen, verstehen und dann auch vorherzusehen. Wobei sich das ganze Thema in Markt- und Werbepsychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie unterteilt. Mögliche künftige Arbeitgeber sind hier Werbeagenturen Institutionen der Marktforschung und die Personalabteilung eines Unternehmens. BWL und Psychologie sind gleichermaßen im Studium vertreten, wobei das Studium mit BWL beginnt. An der ISM findet das vierte Semester immer im Ausland statt, doch auch öffentliche Universitäten bieten Auslandssemester an. Anschließend war ich bei der Sonderveranstaltung ,,Nach der Schule ins Ausland“ im Campustreff. Das freiwillige europäische soziale Jahr hat mich sehr interessiert, da es von einem Sprachkurs begleitet wird und es möglich, wenn nicht sogar erwünscht ist, es in einem Land zu machen, dessen Landessprache man nicht spricht, um eben diese dann zu lernen. Eine FESJ-lerin aus der Ukraine hat über ihr eigenes Jahr berichtet und viele andere Beispiele wurden genannt. Insgesamt fand ich den Hochschultag sehr nützlich, um sich einmal auf einem Universitätsgelände umzuschauen und sich Studiengänge von Professoren vorstellen zu lassen.

Caroline Slupina (Q1)





Die erste Vorlesung, die ich am 13.01.2016 besuchte, fand an der TU Dortmund statt und hieß „Pädagogische Psychologie“. Hauptthema dieser Vorlesung war das Training. Zu Beginn wurde „Training“ definiert, wobei sich auf die kognitiven Fähigkeiten konzentriert wurde. Anschließend ging es um Kriterien für ein wirksames Training, wie zum Beispiel die Bedeutsamkeit und Nachhaltigkeit des erzielten Effekts. Hiernach wurden verschiedene Theorien von Pädagogen und Forschern vorgeführt, und deren Ergebnisse analysiert. Dabei kam heraus, dass ein kombiniertes Training den IQ steigern kann und zu besseren Ergebnissen führt als ein einseitiges Training.

Ich persönlich hatte nicht so hohe Erwartungen an dieses Thema. Obwohl ich mich sehr für Psychologie interessiere, ist pädagogische Psychologie doch etwas ganz anderes. Das wurde auch in dieser Vorlesung meiner Meinung nach bestätigt, denn es wurde nach einiger Zeit ziemlich schwer dem Dozenten zu folgen, der zudem einfach seinen Stoff abgearbeitet hat, ganz egal, ob es jemand versteht oder nicht. Dennoch hat er viele Beispiele genannt, um die Punkte seiner Präsentation zu erläutern. Doch auch dabei wurden viele Fachwörter genannt, die ich nicht verstanden habe, weshalb ich irgendwann nicht mehr mitkam. Bestätigt hat sich aber, dass Dozenten die zuhörenden Studenten nicht wirklich miteinbeziehen, also Fragen stellen, was aber meiner Meinung nach nicht schlimm ist.

Die zweite Vorlesung hieß „Einführung in die Psychologie“. Diese Vorlesung hat mir besser gefallen, da es nichts mit Pädagogik zu tun hatte. Das Thema war „Gruppen“; es ging also um Sozialpsychologie. Leider hatte ich dieses Thema selbst schon einmal im Unterricht, weshalb ich mich ein wenig gelangweilt habe. Ich hatte eigentlich gehofft, etwas über psychische Krankheiten zu erfahren, da mich dieses Thema sehr interessiert.

Zu Beginn wurde wieder erst einmal der Begriff „Gruppe“ definiert, wobei herauskam, dass er je nach Betrachter unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Anschließend erfuhr ich etwas über Kennzeichen und Arten von Gruppen und Positionen innerhalb einer Gruppe. Zum Schluss wurde ausführlich erklärt, was verbale, nonverbale und paraverbale Kommunikation ist und wie diese drei Arten in Gruppen auftreten. Der Dozent war deutlich freundlicher und aufgeschlossener als der in der ersten Vorlesung. Er machte während der Vorlesung Scherze und erklärte den Stoff deutlich einfacher. Wir haben außerdem zwei praktische Aufgaben zu dem Thema bekommen, die wir alleine oder in einer Gruppe lösen sollten, was ich gut fand.

Zusammenfassend hat mir der Tag an der Universität ganz gut gefallen. Viele meiner Erwartungen haben sich bestätigt, wie zum Beispiel, dass man im Studium selbst zusehen muss, wie man klar kommt und es viel anstrengender als Unterricht ist, da man die ganze Zeit über gut zuhören und mitkommen muss, da man sonst nicht weiterkommt. Selbst wenn man sich ein Thema aussucht, von dem man denkt, es sei das Richtige für einen, können trotzdem langweilige oder extrem schwere Themen dabei sein, mit denen man nicht gerechnet hat. Trotzdem kann ich mir vorstellen später auch zu studieren.

Marie Welke (Q1)