Ausgewählte Reflexionen zum digitalen Dortmunder Hochschultag 2021

Ileyna Kekec (Q1):

Die Dortmunder Hochschultage bieten jedes Jahr interessierten Teilnehmern ein weites Spektrum an Programmen sowie ausführliche Informationen zu den von den sieben Hochschulen angebotenen Studiengängen an. Live-Streams, virtuelle Gespräche mit Studienberatern und Professoren und Live-Einschaltungen in laufende Vorlesungen ermöglichen einen guten Einblick in diverse Studiengänge und helfen Studieninteressierten, wie mir, sich besser in der Studienwahl orientieren zu können.

Ich hatte bisher noch keine expliziten Vorstellungen für meine spätere Studienwahl, weshalb ich mir zwei verschiedene Studiengänge genauer angesehen habe, da sie mein Interesse geweckt haben. Da mich der Hochschultag auch einen Schritt näher an meinen zukünftigen Berufswunsch bringen sollte, habe ich ergänzend zu den beiden Vorlesungen „Präsentation des Studienganges Fotografie“ und „Aktuelle Entwicklungen in der Kriminalitätsbekämpfung“ die Live-Streams „Wie finde ich den Studiengang, der zu mir passt?“ und „Von den Hochschulen in die Welt“ besucht. Ergänzend zur Vorstellung des Studienganges Fotografie habe ich eine weitere Vorstellung zur Mappen-Schau der dort erläuternden Studienberaterin angeschaut, um einen besseren Einblick in die Anforderungen des Studiums zu erhalten.

Der Live-Stream der Studienwahlfindung begann mit der Frage „Wie finde ich eine fundierte Studienwahl“, die im Verlauf mithilfe der Vorstellung eines Drei-Bausteine-Plans erläutert wurde. Zusammengefasst findet man den richtigen Studiengang, indem man sein Selbstbild mit dem der Fremdwahrnehmung vergleicht und sich so seinen eigenen Stärken und Schwächen klar wird. Dadurch verringert sich die Anzahl der passenden Möglichkeiten und man kann nun anhand von Hochschulen und ihren Angeboten sowie Programmen einen passenden Studiengang aussuchen. Dieser muss nicht zwingend notwendig in Dortmund sein, da die meisten Studiengänge der Hochschulen einen Auslandsaufenthalt beinhalten, wie im zweiten Live-Stream von der Leitung des International Office der TU Dortmund erklärt wird. Dieser Aufenthalt, der eventuell nur für ein paar Tage, Wochen, Monate oder das ganze Studium geplant sein kann, soll laut Erfahrungsberichten lebensverändernd sein. Um an so einem teilzunehmen, muss man sich jedoch früh genug dafür anmelden und über die Finanzierung nachdenken. Es gibt Förderprogramme wie ERASMUS, die Teile der Kosten übernehmen können, und die Anerkennung eines Studienfaches ist auch immer gewährleistet.

Die Vorlesung der HSPV war zwar nicht sehr aufschlussreich über den Studiengang an sich, was daran lag, dass es eine Live-Schaltung in eine laufende Vorlesung und ungeplant war, da ein Programm der HSPV aufgrund des Mangels an Teilnehmern gestrichen wurde, aber trotzdem war es sehr informativ. Es handelte sich hierbei um das Wahlmodul der Leichenerscheinungen: Es wurden verschiedene Todesdelikte vorgeführt und auf die Ursache und den Todeszeitpunkt untersucht. Dabei habe ich viel über die Leichenstarre an sich und den Umgang von Polizisten mit Morddelikten erfahren. Die Präsentation des Studienganges der Fotografie verlief zwar nicht so abwechslungsreich, brachte mir jedoch grundlegende Anforderungen des Studienganges näher. Die Regelstudienzeit beträgt ca. 7 Semester, in denen man viele praktische Aufgaben wie Fotoserien erstellen muss. Es ist ein sehr abwechslungsreiches Fach mit drei Schlüsselkompetenzen, das sich auch mit Vermarktung und Recht beschäftigt. Vielfältigkeit und Individualität werden hier großgeschrieben, da man sich neben dem Fotografieren auch mit der analogen Praxis auseinandersetzt (Buchbindungen, Bildentwicklung etc.). Ein Vorwissen ist nicht zwingend erforderlich, und es ist ein Studiengang, der mit vielen Auslandsaufenthalten verbunden ist. Die Mappen-Schau ergänzend zu der Vorstellung war auch äußerst aufschlussreich und schön, da die Beraterin ihre persönlichen Fotoserien zu Verfügung gestellt hat.

Zusammengefasst lässt sich dieser Tag als sehr aufschlussreich beschreiben. Ich habe viele Dinge, die mich in meiner zukünftigen Studienwahl unterstützen werden, herausgefunden. Ein Auslandssemester oder Studium hört sich nicht sehr abwegig an. Ebenso eine Wahl eines der beiden vorgestellten Bereiche: Sie haben mein Interesse geweckt, weshalb ich mich weiter über sie informieren werde. Festgelegt habe ich mich jedoch noch nicht, und das ist auch gar nicht schlimm, denn der Live-Stream zur Studienwahl hat mich gelehrt, dass „jeder Topf irgendwann einen Deckel finden wird“ und wenn ich mich aus Versehen für einen falschen Studiengang entschieden habe… – ein Professor meinte: „Nichts ist in Stein gemeißelt“ und man könnte sich noch anderweitig orientieren.




Charlotte Nöcker (Q1):

Eröffnungsrede Thomas Westphal, 8.30 Uhr:

Die Eröffnung hat durch eine Einleitung der Organisatoren begonnen. Daraufhin wurde dann Oberbürgermeister Thomas Westphal von zwei Schülern der Q2 des IKGs interviewt. Zu Beginn erklärte Herr Westphal, welche Weiterbildungsmöglichkeiten ein jeder nach der Schule hat und erzählte von seiner Karriere: Nach seiner mittleren Reife startete er in die Verwaltung, war damit bei der Polizeiverwaltung, woraufhin er dann an die Hochschule ging, um Volkswirtschaft zu studieren. Er betonte, dass sein Bildungsweg nicht dem typischen entsprochen hätte, ist aber froh über seine Entscheidung. Auch interessiert hat die interviewenden Schüler, inwiefern Herr Westphal selbst Unterstützung erfahren hat. Er plädierte vorab dafür, dass eine falsche Studienwahl nicht verwerflich sei, da er selbst eine andere Zukunft in der Verwaltung gestartet hatte, aber im Nachhinein doch noch in die Politik gegangen ist. Unterstützung erhielt er durch das Arbeitsamt und andere öffentliche Unterstützer, aber ganz besonders durch Freunde und Familie. Eine praktische Ausbildung empfiehlt Herr Westphal als einen guten Start in das Berufsleben. Dennoch möchte er sein Studium nicht missen und hat viele schöne Erinnerungen mit seinen Kommilitonen. In seinen Augen sind wichtige Voraussetzungen für ein Studium, neben den von der Uni vorgegebenen Voraussetzungen, die Bereitschaft und die Spontanität der Studenten. Dortmunds Hochschulen sieht er als besonders geeignet, weil hier gute Mietpreise für eine selbstständige Zukunft gegeben sind. Außerdem sei die Kultur besonders ansprechend. Wichtige Gespräche und den richtigen Zeitpunkt sieht der Oberbürgermeister als wichtige Wegweiser bei seinem eigenen Berufsweg. Er hebt hervor, wie stolz er auf die Bereitstellung des Interviews durch das IKG ist. Danach erzählte er von seiner Schulzeit und dem Deutschlehrer, der ihm den Weg in die Politik nahegebracht hat, da er selbst aus einfachen Verhältnissen stammte und dort nur wenig von Politik erfahren konnte. Mit seiner Volljährigkeit ist er dann in Lübeck in die SPD eingetreten. Seine politischen Ziele sieht er vorerst mit seinem Oberbürgermeisteramt als erreicht. Als letztes offenbarte er seine Leidenschaft für den Handball – er war selbst Co-Trainer. Mit dem Zuspruch, uns allen ein gutes Abitur zu wünschen, verabschiedete er sich. 

Medizinrobotik, 9.00 Uhr:

Zu Beginn zeigte Matti Kaupenjohann ein Video von einem Coroboter, der in der Medizin zur Ausmessung genutzt wird. Daraufhin wurde uns dann eine weitaus komplexere Maschine vorgestellt. Der Greifer konnte nach Objekten greifen oder diese aus der Halterung entnehmen. An dem Roboter war eine Kamera befestig, die über den Bildschirm im Inneren des Bauchraums des Patienten eine Anomalie gezeigt hat. Diese Maschine war nun aber auf Grund technischer Probleme nicht fähig, die Anomalie auszumessen. Allerdings folgte dann eine theoretische Erklärung. Zwei Objektive werden an den äußeren Rand der Anomalie angesetzt. Auch bei einem zweiten Versuch funktionierte die Ausmessung nicht. Aufgrund der schlechten Internetverbindung konnten die Geräte nicht richtig funktionieren und das Meeting wurde nach 10 Minuten beendet. 

Abschließend würde ich die Dortmunder Hochschultage trotz der technischen Probleme als einen Erfolg ansehen. Man konnte sich in viele Richtungen über verschiedenste Studiengänge informieren und auch generelle Beratung zu Stipendien und Finanzierung einholen. Allerdings hätten mir die Hochschultage mehr gebracht, wenn hierbei auch in Kooperation mit anderen Hochschulen NRW-weit gearbeitet würde, um sich beispielsweise auch über Jura oder Medizin informieren zu können, da diese Themenfelder leider gar nicht angeboten wurden. Dennoch war das Programm aufschlussreich und hilfreich zugleich. 




Julian Weiß (Q1):

Was habe ich vom Besuch der Dortmunder Hochschultage?

Im Großen und Ganzen finde ich, dass die Veranstaltung der Dortmunder Hochschultage zwar durchaus interessant war und auch einen Einblick in das Leben nach der Schulzeit gegeben hat, allerdings war dieser sehr eingeschränkt und begrenzt und hat mich nur in Bezug auf Schlagwörter, wie zum Beispiel “BAföG”, “eurodesk” oder “Internationaler Jugendfreiwilligendienst”, weitergebracht.

Zunächst habe ich den Livestream zum Thema „Möglichkeiten der Studienfinanzierung“ besucht, wo ich unter anderem von Stipendien und dem BAföG gehört habe. In den Vorstellungen „Medizinrobotik“ und „Drohnen“ habe ich Einblicke über Ingenieurs- und Technikwissenschaften und deren Anwendungen in bestimmten Bereichen erhalten. Ähnliches kann man über „Künstliche Intelligenz – Ein Einblick“ sagen. Bei der Vorlesung „Studieren am Fachbereich Informationstechnik“ habe ich mich über den Studiengang eines meiner potenziellen Studienfächer Informatik informieren können. Nach dem Vortrag „Digitale Technologien – Videotour durch die Labore“, bei dem uns einige Fachräume und einige Maschinen und spezialisierte Geräte gezeigt wurden, und einer kurzen Pause, habe ich mich mit dem Thema Auslandsbesuch nach der Schule in der Vorlesung „Nach der Schule ins Ausland“ informiert. Hier wurden uns einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie man nach der Schulzeit einen Auslandsaufendhalt finanzieren kann. Darunter: Work and Travel, Ausbildung im Ausland, Studieren im Ausland mit Stipendium. Im letzten Vortrag „Mathematik studieren: Mathematik, Technomathematik, Wirtschaftsmathematik, Mathematik im Lehramt“ habe ich Informationen zu den unterschiedlichen Studiengangmöglichkeiten im Fach Mathematik bekommen, wie zum Beispiel, wie das Studium im Fach aussieht, und mit welchen anderen Fächern man es kombinieren kann.

Ich fand die Vorstellung zum Thema Auslandsbesuch nach der Schulzeit für mich am hilfreichsten und relevantesten, da ich mich für einen Auslandsaufenthalt nach der Schule sehr interessiere. Ich werde mich auf jeden Fall weiter für dieses Thema auf den Seiten https://www.eurodesk.eu und https://fdsv.de/en/sprachreisen-2/sprachreisen-fur-erwachsene/, der Homepage des Fachverbands Deutscher Sprachschulen und bei Sprachreise-Veranstaltern weiter über dieses Thema informieren und nach weiteren Auslandsaufenthaltsmöglichkeiten Ausschau halten. Zwar fand ich die Veranstaltung „Mathematik studieren: Mathematik, Technomathematik, Wirtschaftsmathematik, Mathematik im Lehramt“ grundsätzlich nicht sehr relevant und daher auch für meine Zwecke weniger informativ beziehungsweise interessant, jedoch kann ich auch daraus Schlüsse ziehen: Eventuell ist Studieren (im Bereich Mathematik) nicht der Weg im Leben, den ich bestreiten möchte. Leider konnten die Hochschultage mir diese Frage nicht weiter beantworten; ich werde also weiter nach Wegen und Perspektiven suchen müssen, die ich nach der Schulzeit bestreiten kann, beziehungsweise überlegen, welcher Studiengang für mich der Richtige sein könnte.